DIE STIFTUNGS-GRÜNDERIN

MARIA LEBERER
1908 – 1998

Hebamme / Heimleiterin
Gründerin des Kinderhauses Weidmatt, Wolhusen

Ältere Frau mit kurzen grauen Haaren, Brille und kariertem Hemd, lächelnd im Innenraum.

Maria Leberer gründete die Leberer-Stiftung Wolhusen im Jahr 1989 und wurde deren erste Präsidentin. Damit stellte Maria Leberer die Fürsorge für die beeinträchtigten Kinder des Kinderhauses Weidmatt, welches sie initiiert und aufgebaut hatte, auch für die Zukunft sicher.

Maria Leberer war viele Jahre als erfolgreiche Hebamme tätig und kam immer wieder in Kontakt mit Familien in schwierigen Situationen. In ihrem im Jahr 1951 erbauten Eigenheim nahm sie zur Entlastung überforderter Eltern in Notsituationen kranke oder schwer zu betreuende Kinder bei sich auf. Der Bedarf an Pflegeplätzen für Kinder mit dauerhafter Beeinträchtigung war in dieser Zeit gross. So nahm sie immer mehr behinderte Kinder auf. Schliesslich wurde aus ihrem Haus das Kinderheim Leberer: Ein Pflegeplatz mit Therapie- und Bildungsangeboten. Mit der stetigen Vergrösserung wurden HeilpädagogInnen und ErzieherInnen angestellt.

Das Heim war eines der ersten dieser Art in der Schweiz. Es hat bis heute herausragende Merkmale, die es weitherum einzigartig machen. Die Kinder erhielten hier nicht nur liebevolle Pflege – sie konnten, beispielsweise nach dem Eintritt in eine Sonderschule, immer wieder ihre Ferien oder Wochenenden im Kinderheim Leberer verbringen. So wurden ihre Eltern und Geschwister entlastet und sie blieben oft über Jahre mit dem Heim und dessen Gründerin verbunden.

Maria Leberer ist Trägerin des Adele-Duttweiler-Preises 1982. Sie ist Stifterin und von 1989 – 1994 erste Präsidentin der Leberer-Stiftung Wolhusen. 2009 wurde Maria Leberer in die Porträtgalerie «merkwürdige Luzernerinnen und Luzerner» in der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern aufgenommen.

Ihr Leben war geprägt von Arbeit und Engagement für Kinder und Familien: Als Hebamme, in der Familienhilfe, als Betreuerin und in der Leitung ihres Kinderpflegeheims.  

Gruppe von Menschen, darunter Frauen und Kinder, vor einem Mehrfamilienhaus in Schwarz-Weiß.